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Sieben Tage später schlug die Malaria in Nairobi zu.

 
Es begann mit Schwäche, gefolgt von einem gelblichen Äußeren am Morgen, das dann am Nachmittag in Schüttelfrost überging. Die Symptome waren so eindeutig, dass nur noch von Malaria ausgegangen werden konnte.
 
So begann ich bereits am Nachmittag mit der Einnahme von Malarone, die wir ausreichend dabei hatten und ich hielte mich an die Einnahmevorschriften, 3Tage jeweils 4 Tabletten. Dann, dazu schwieg allerdings die Einnahmeanleitung, gingen wir davon aus ist die Malaria beseitigt.
 
Ein Trugschluss für alle die Malarone als "Stand by" mitführen.
 
Die folgenden 3 Tage waren schwer, gezeichnet von erheblicher Schwäche, starken Kopfschmerzen, Frost und Fieberschüben, die sich dann am 3 Tage verzogen. Lediglich die Darmtätigkeit war fortwährend, bis etwa eine Woche als Nebenwirkungen der Malarone erheblich gestört. Auch Kopfschmerzen und Magenprobleme dauerten 1 Woche an.

 
Jedenfalls konnte ich am 4. Tage wieder umhergehen und der Allgemeinzustand verbesserte sich ständig.
 
So starteten wir am 5. Tagen nach Ausbruch unsere vorgesehene Tour, in der irrigen Meinung, die Malaria wäre vorbei. Anderes fanden wir auch in der Beschreibung zu Malarone nicht.
 
In den folgenden Wochen war die Malaria kein Thema mehr. Sie war völlig verflogen, Symthome waren nicht mehr vorhanden.
 
Nach sieben Wochen, wir waren nun glücklicherweise in Namibia,
 begannen ständige Kopfschmerzen, die oft den ganzen Tag anhielten. Drei Tage nach Beginn war offensichtlich, die Malaria kehrt zurück. Sat-Telefonate mit unserem Hausarzt folgten, der die sofortige Einnahme von Malarone erneut empfahl und zu einer Blutuntersuchung riet.
 
Wieder kehrten die Beschwerden in gleicher Intensität wie anfangs beschrieben zurück. Für den 4. Tag nach Einnahme der Malarone- Behandlung hatten wir über eine bekannte Krankenschwester in Windhoek einen Arzttermin bei dem deutsch-sprechenden Arzt, (Dr. Mansfeld, Klein Windhoek, neben Pfizer) vereinbart.
 
Die Blutuntersuchung ergab: Antikörper ja, Parasiten 0%.
 
Dr. Mansfeld erklärte, Medikamente wie Malarone beseitigen die Erreger nicht vollständig. Es verbleiben Parasiten in der Leber, die nach einiger Zeit wieder einen Ausbruch / Anfall verursachen. Mit Einnahme von Coartem 20/120 würden auch die letzten Parasiten beseitigt und ich könne davon ausgehen, künftig malariafrei zu sein.
 
Nun, jetzt, etwa 3 Wochen später habe ich zwar noch eine leichte Schwäche, aber keine weiteren Beschwerden mehr.
 
Langzeitprophylaxe:

 
Durch freundliche Unterstützung von Annette Louis erfuhren wir unterwegs von dem Medikament: "Doxycyclin"
 
Es stellt offensichtlich für Langzeitreisende eine hervorragende Möglichkeit dar sich gegen Malaria zu schützen. Leider ist das preisgünstige Medikament in D bisher nicht zugelassen.
(seit 2010 auch in D erhältlich)
Ihr Arzt kann es Ihnen trotzdem verschreiben und Ihr Apotheker kann es bestellen.
 
Doxycyclin wird von der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. (DTG) empfohlen.
 
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Doxycyclin
 
Roland Schmidt im Juni 2009 / Namibia
 
www.dt800.de

Malaria

Der Ernstfall !
 
-Warnung und Info für alle, die Malarone als "stand by" benutzen wollen !-

Meist weit weg schiebt man die Tropenkrankheiten wenn man im Urlaubsland angekommen ist. Liegt bei Urlaubszeiten bis 6 Wochen die Vorbeugung noch innerhalb der Möglichkeiten, so schrumpft diese Möglichkeit bei Langzeitaufenthalten in Malariagebieten deutlich.
 
Jahrelang waren wir unbehelligt von diesem Problem. Zwar hörten wir ab und zu von Bekannten, dass diese betroffen seien, doch glaubten wir uns mit Kleidung und Repellent ausreichend zu schützen.
 
Gleich am ersten Abend unserer Ankunft in Tansania saßen wir gemeinsam mit anderen Reisenden zusammen und tauschten Informationen aus. Das Repellent befand sich noch im Koffer und die Abwehr der Stechfliegen war den ganzen Abend über notwendig.
Zwischenzeitlich
ist die Malaria nicht mehr zurückgekehrt.
Bei unseren vielfachen Langzeitaufenthalten in Afrika (Namibia, Botswana, Tansania, Uganda und Kenia) haben wir und mit Doxycyclin arrangiert und sind von jeder Malariainfektion verschont gebleiben.
 
Allerdings hat Doxycyclin nach einiger Zeit (beginnend nach so etwa 2 Monaten) doch Nebenwirkungen. Da wäre zumindest die stark erhöhte Helligkeitsempfindlichkeit zu nennen. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Arzt.
 
Roland Schmidt, 2012
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